| 7. und 8. Jh. | Mörsch ist ein ansehnliches Dorf, das einzelne größere Gehöfte aufzuweisen hat. Ihre Besitzer die Herren von "Mersch" oder"Mersc" sind Adlige des Fränkischen Verwaltungsbezirks "Ufgau". |
| 12. Feb. 940 | 1. Urkundliche Erwähnung von Mörsch - Kaiser Otto I. schenkt den "Ort Mörsch im Ufgau in der Grafschaft des Gebhard" dem Bischof Almarich von Speyer. |
| um 1000 | Mörsch geht in den Besitz des Klosters Weißenburg (heute im Elsas) über, welches in dieser Zeit große Gebiete in unserer Gegend besitzt. |
| 1148 - 1259 | Mörsch ist als Lehen im Besitz der Herren von Eberstein. Es werden "H. de Mersch" und "Bertholdus de Mersc" (Bertold von Mörsch) erwähnt. Später verschwindet der Adel aus Mörsch. |
| 1291 | Das Kloster Weißenburg gibt einige Gebiete dem Markgrafen Hermann VIII. von Baden als Lehen, darunter befinden sich auch Mörsch und Forchheim |
| 20. Juli 1306 | Markgraf Rudolf verkauft das Dorf an das Kloster Herrenalb. Dieser Verkauf war mit der Bedingung der Wiedereinlösung geschehen, es war also mehr eine Verpfändung. |
| 1350 | Markgraf Hermann IX. löst das Dorf Mörsch wieder ein. Seither gehört Mörsch endgültig zu Baden. |
| 1378 | Bau der ersten Mörscher Kirche. Sie war auch schon dem heiligen Ulrich geweiht. Mörsch wird selbstständige Pfarrei mit eigenem Pfarrer. Vorher war Mörsch, obwohl älter, eine Filiale von Forchheim. |
| 1525 | Die "Herrschaften" in Mörsch besitzen drei Höfe: den großen Hof, den Burbacher Hof und den Schulzenhof |
| 1529 | Die Kirche wird um einen Chorraum mit "5 Strebepfeilern und 7 Fenster mit Fischblasenmaßwerk" erweitert |
| 1535 | Die Markgrafschaft Baden zerfällt durch Erbteilung in eine Baden-Badische und eine Baden-Durlachsche. Mörsch wird der Baden-Badischen zugeteilt. Neuburgweier liegt seinerzeit noch auf der Pfälzischen Rheinseite. |
| 1555 - 1622 | Auf dem Reichstag in Augsburg wird beschlossen: "Wer regiert, bestimmt die Religion". Bis 1566 wechseln die badischen Landesherren und damit auch Mörsch achtmal die Konfession. Unter Markgraf Wilhelm von Baden wird auch in Mörsch endgültig die katholische Konfession eingeführt. |
| 1567 | Das Recht zur Besetzung der Pfarrei wird dem badischen Fürstenhaus übertragen |
| 1578 | Das Pfarrhaus ist zu baufällig. Der Pfarrer zieht für 10 Jahre ins Rathaus ein. |
| 1622 | 1618 Bricht der 30jährige Krieg aus. Kaiserliche Truppe ziehen raubend und plündernd durch unsere Gegend. Auch Mörsch liegt in Asche. 3 von 4 Glocken der Kirche sind zerstört. |
| 1700 | Mörsch, Neuburgweier, Forchheim und Daxlanden bilden ein Pastorat (heute würden wir Seelsorgeeinheit sagen). Der Pfarrer wohnt in Daxlanden. Die Christenleere für die Forchheimer und Mörscher Jugend ist in Mörsch. |
| 1727 | Die Trennung der Pfarreien Mörsch, Neuburgweier, Forchheim und Daxlanden wird vollzogen. Mörsch wird wieder eigenständige Pfarrei mit den Filialen Forchheim und Neuburgweier. In Mörsch wohnen 53 Bürger. Die zahl der übrigen Einwohner ist nicht überliefert. |
| 1761 | In Mörsch stehen 100 "ein- und zweistöckige Häuser aus Holz" |
| 1763 | Ein neues Pfarrhaus wird gebaut |
| 1835 | Mörsch ist auf 1.050 Einwohner angewachsen. |
| 1844 | Verlegung des Friedhofs von der Pfarrklamm an die heutige Stelle. Dabei werden Mauerreste, Töpfergeschirr und ein Steintisch aus der Römerzeit gefunden. |
| 19. Juli 1846 | Grundsteinlegung für die neue St.-Ulrich-Kirche an einem neuen Platz |
| 13. Aug. 1849 | Die neue Kirche wird feierlich eingeweiht |
| 1853 | Beim Umbau eines Hauses findet man eine Viergötterstatue aus der Römerzeit |
| 1858 | Das heutige "alte Schulhaus" wird auf dem durch den Kirchenbau frei gewordenen Platz erstellt. Gleichzeitig wird die von Neuburgweier kommende Straße direkt auf das Hochgestade geführt. Dadurch wird das Pfarrhaus vom früheren Kirchplatz und ehemaligen Friedhof getrennt |
| 1898 - 1900 | Die St.-Ulrich-Kirche wird renoviert |
| 9. Okt. 1913 | Die Bernhardushalle wird der Kirchengemeinde geschenkt |
| 1920 | Bis 1920 bildet die Bahnlinie der Lokalbahn, das berühmte "Lobberle", (heute Straßenbahn - Linie 2) die Ortsgrenze. Durch die sprichwörtlichen "Mörscher Maurer" kann dort in dieser Zeit tiefster Rezession und Arbeitslosigkeit sogar ein neues Viertel entstehen |
| 1921 | Mörsch wird an das öffentliche Stromnetz angeschlossen |
| 1938 | Das Lobberle muss seinen Betrieb einstellen |
| 1939 | Bei Holzfällarbeiten im Mörscher Wald findet man in einem 7 Meter tiefen Brunnenschacht Götterskulpturen, einen Altarstein sowie Tongeschirr aus der Römerzeit |
| 6. Apr. 1945 | Mörsch wird evakuiert. Die Einwohner fliehen in die Vororte von Karlsruhe |
| 8. Apr. 1945 | Beschuss und Zerstörung der St.-Ulrich-Kirche durch deutsche Artillerie |
| 9. Mai 1945 | Der Krieg in Europa ist zu Ende. Mörsch ist zu großen Teilen abgebrannt. 125 Anwesen sind total zerstört, viele beschädigt. Auch das Rathaus ist vollständig ausgebrannt. 27 Mörscher sind ums Leben gekommen |
| 1945 - 1949 | Gottesdienst ist in und vor der unzerstörten Bernhardushalle - der Notkirche |
| 1947 - 1949 | Mit vereinten Kräften werden der Schutt weggeräumt und die zerstörten Häuser sowie die Kirche wieder aufgebaut. |
| 30. Okt. 1949 | Am Christkönigsfest findet der Gottesdienst wieder in der St.-Ulrich-Kirche statt. |
| 1949 | Das neue Rathaus wird auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände der Lokalbahn errichtet. Es kann 1951 eingeweiht werden. Das alte Rathaus wird als Feuerwehrhaus wieder aufgebaut. |
| 50ger Jahre | Umfangreiche Wohngebiete im Osten und Norden entstehen Ein Industriegebiet und ein weiteres Wohngebiet im Tiefgestade werden erschlossen |
| 17. Dez. 1962 | Neuburgweier, zuvor Filiale von Mörsch, wird eigenständige Pfarrei |
| März 1966 | Das Jugendheim wird eingeweiht |
| 1. Jan. 1975 | Zusammenschluss der drei Gemeinden Mörsch, Forchheim und Neuburgweier zur Gemeinde Rheinstetten. |
| 1971 | Bedingt durch Zuzug oder Heirat wuchs die Zahle der ev. Christen. Die ev. Kirchengemeinde Forchheim wird gegründet. Sie ist fortan für die Betreuung der ev. Christen in drei Orten Forchheim, Mörsch und Neuburgweier zuständig. |
| 16. Apr. 1972 | Das evangelische Gemeindezentrum Forchheim wird eingeweiht Vorher wurden die ev. Gottesdienste im Feuerwehrhaus Forchheim, im Rathaussaal Mörsch sowie in der St. Ursulakapelle in Neuburgweier gefeiert. |
| 1980 - 1981 | Innen- und Außenrennovation der Ulrichskirche |
| 1. Advent 1981 | Einweihung des ev. Gemeindezentrums in Mörsch |
| 1.10.1984 | Die evangelischen Kirchenbezirke Forchheim mit Forchheim-Bahnhof und Mörsch mit Neuburgweier werden eigenständige Kirchengemeinden |
| 1986 | Einbau einer neuen Orgel |
| 1989 | Der Kirchplatz wird neu gestaltet |
| 1991 | Mörsch ist wieder an das Karlsruher Straßenbahnnetz angeschlossen |
| 1995 | Das neue Pfarrhaus wird eingeweiht. Das Pfarrhaus ist nach 146 Jahren wieder bei der Kirche |
| 1999 | Einbau eines neuen Glockestuhls |
| 27.01.2001 | Das neue Gemeindehaus gegenüber der Kirche wird eingeweiht. Das Jugendheim wird von nun an vom kath. Bildungswerk als Schule genutzt. |